Im letzten Drittel der Therapie stehen für die meisten Patienten 2-5 sogenannte Heimattage verbindlich an. Hier erprobt der Patient in seiner gewohnten Umgebung die in der Therapie erworbenen Erfahrungen und Problemlösungsstrategien. Zugleich bereitet er seine Rückkehr praktisch und organisatorisch vor. Problembeladene Erfahrungen in den Heimattagen geben Anlass, die verbleibende stationäre Zeit zu deren Aufarbeitung entsprechend zu nutzen. Diese Heimattage müssen von dem Patienten inhaltlich vorstrukturiert und organisiert werden, wobei einige Punkte als unverzichtbar festgesetzt sind.
Dazu gehören
- Besuch der Beratungsstelle, die auf den Klinikaufenthalt vorbereitet hat. Bei einer Vorbereitung durch andere Institutionen, z. B. Sozialdienste von Krankenhäusern, sind wir dem Patienten bei der Suche nach einer geeigneten Beratungs- bzw. ambulanten Behandlungsstelle am Heimatort behilflich.
- Besuch einer Selbsthilfegruppe. Auch hier sind wir bei der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe am Heimatort behilflich, wenn bis dato noch kein Kontakt stattgefunden hat.
- Vorstellung bei seiner Arbeitsstelle oder beim Arbeitsamt. Bei arbeitslosen Patienten sei auf den Abschnitt "MbO - Maßnahmen zur beruflichen Orientierung" im Therapiekonzept hingewiesen).
- Klärung finanzieller, sozialer, rechtlicher Angelegenheiten usw.
- Darüber hinaus benennt jeder Patient weitere individuelle Schwerpunkte