Wir erleben die Arbeit in altershomogenen Seniorengruppen als sehr effektiv. Hier
lassen sich die seniorenspezifischen Themen und Problemsteilungen auf dem Hintergrund
ähnlich verlaufender Biographien und einer gemeinsamen Sprache gezielt und einfühlsam
behandeln. So wird die Atmosphäre in den Seniorengruppen auch von den Patienten
selbst als wärmer, offener und weniger angstbesetzt beschrieben und unterstützt
auch die Bearbeitung besonders tabuisierter Fragen.
Natürlich sind die Senioren-Gruppen, wie auch die indikativen Gruppen für Junioren,
nicht in besonderen Bereichen der Klinik isoliert, sondern in sowohl alters- wie
geschlechtlich gemischten Behandlungsteams integriert. Dies ermöglicht die Begegnung
der unterschiedlichen Altersgruppen im Lebens- und Organisationsalltag und
einen sozialen und problemorientierten Austausch im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen.
Wie für alle Patienten lässt sich der therapeutische Prozess in drei Phasen unterteilen,
die jedoch auch für die Junioren besondere Schwerpunkte aufweisen:
-
die Aufnahmephase
-
die Veränderungsphase und
- die Ablösungs- und Außenorientierungsphase